Blue Planet Ecosystems ist ein 2019 gegründetes Wiener Unternehmen, das an neuen Formen der Fischzucht arbeitet. Statt Fische in offenen Netzen im Meer oder in großen Becken zu halten, setzt das Startup auf geschlossene, technisch gesteuerte Systeme. Diese bestehen meist aus modularen Anlagen, in denen ein eigener kleiner Kreislauf aufgebaut wird.
Die Idee dahinter orientiert sich an natürlichen Prozessen: Algen wachsen mithilfe von Licht und Nährstoffen, daraus entsteht Plankton, das wiederum als Nahrung für die Fische dient. Dadurch soll der Einsatz von klassischem Fischfutter reduziert werden, das oft aus wild gefangenem Fisch hergestellt wird. Gleichzeitig bleibt das Wasser im System und wird ständig gefiltert und wiederverwendet.
Ein Unterschied zur herkömmlichen Aquakultur ist vor allem die Kontrolle über die Umgebung. Faktoren wie Wasserqualität, Temperatur oder Sauerstoffgehalt können genau gesteuert werden. Das kann dazu beitragen, Krankheiten zu reduzieren und den Einsatz von Medikamenten zu verringern. Außerdem sind die Anlagen unabhängig vom Standort und könnten theoretisch auch fernab von Küsten betrieben werden.
Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, wird sie derzeit weiterentwickelt und getestet. Erste Anlagen sind bereits im Einsatz und zeigen das Potenzial des Systems. In den kommenden Jahren könnte sich diese Form der Fischzucht zu einer wichtigen Alternative entwickeln.
Insgesamt versucht Blue Planet Ecosystems, Fischzucht stärker an natürlichen Kreisläufen auszurichten und gleichzeitig technische Kontrolle zu nutzen, um Umweltbelastung und Risiken zu reduzieren.